bRAUCHT JEDE bIENE EINEN NAMEN?

Wie alles begann…

Die ersten Bienenvölker

Alles begann damit, dass mein Vater 1995 drei Bienenvölker bei uns zu Hause im Garten aufstellte. Er hatte sich vorweg einige Fachbücher besorgt und sich mit Imkern aus der Umgebung ausgetauscht.

 

Neue Gartenbewohner

Mein Bruder und ich stellten für die neuen Gartenbewohner kleine Wassertränken auf und wir bastelten lange Anflugbretter, welche wir an den Holzbeuten befestigten. Ich war damals fünf Jahre alt und beschäftigte mich auch mit der Frage, ob jede Biene einen eigenen Namen benötigt.

Im Einklang mit der Natur

Eine naturgemäße Bienenhaltung ist für uns eine Selbstverständlichkeit

Faszination Bienen

Mit einem passenden Imkeranzug half ich meinem Vater immer öfter an den Bienenstöcken. Es faszinierte mich, wie emsig die Bienen zusammen arbeiteten und welche Aufgaben sie ausübten. Es ist mir heute noch ein Rätsel, wie die Bienen bei völliger Dunkelheit gleichmäßige, sechseckige Waben bauen können.

Wir lieben unsere Arbeit

Die Arbeit an den Bienenvölkern führte bei uns in der Familie zu einer engen Verbindung zur Natur. Die Jahreszeiten, die Wetterumschwünge und auch die Temperaturen sind für das Wohl unserer Bienen sehr ausschlaggebend. Die Saison startet für die Bienen und für uns mit dem Beginn des Frühlings und endet mit den letzten Spätsommertagen. 

Unsere Verbindung zur Natur

Als Imker-Familie fühlen wir uns stark verbunden mit der Natur

Die Aufgaben der Bienen

Einen ganzen Sommer lang hatten wir die Bienen beobachten können. Mein Bruder und ich waren fasziniert von den verschiedenen Aufgaben die jede einzelne Biene im Stock übernahm. Meine Eltern haben uns in dieser Zeit häufig  aus dem Bienenbuch von Jakob Streit vorgelesen: Beginnend beim Winterschlaf, dem Erwachen und dem Schwarmtag über den Umzug eines Bienenvolkes bis zum Honigtag und der Herbstfütterung begleitet das Buch die Bienen durch das Jahr.

Die erste Honigernte

An einem Spätsommertag entnahmen wir einige Honigwaben, um den ersten eigenen Honig zu ernten. Mein Vater hatte sich eine kleine Honigschleuder geliehen, an der wir Kinder kräftig kurbeln durften. Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als der Honig leise an die Schleuder prasselte und schließlich unten aus der Öffnung langsam heraus floss. Der Honig hatte eine goldgelbe Farbe und der ganze Kellerraum duftete nach frischem Wachs und süßem Honig.

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Wenn die Tage kürzer werden…

Winterschlaf

Die Vorbereitung auf den Winter beginnt jedes Jahr bereits im Sommer. Nur ausreichend gestärkt und mit genügend Futter schaffen es die Bienen den Winter zu überleben. Wenn der Raureif den Tau ablöst, ist es für die Bienen höchste Zeit sich zu einer Traube im inneren des Stocks zu formieren. 

Nach jedem Winter hoffen wir, dass unsere Bienenvölker die dunkle Jahreszeit gut überstanden haben. Durch ein leichtes Klopfen an die Bienenbeute erfahren wir, wie gut es unseren Bienen geht. Ein kräftiges Summen der Bienen deutet auf ein starkes und gesundes Volk hin.